Ingwertee-Zubereitung: Alle Tipps und Kniffe

Ingwertee ist ein echter Alleskönner: Tee mit leckerem Ingwer ist sowohl ein erwärmendes Getränk im Winter, als auch ein erfrischendes im Sommer. Zudem enthält die Wurzel zahlreiche Stoffe, die bei Beschwerden wie Erkältung oder Übelkeit hilfreich sind. Hier gibt es viele Tipps, was du beim Kaufen und Verarbeiten der Knolle sowie bei der Ingwertee-Zubereitung beachten musst.

Warum solltest du Ingwertee trinken?

Ingwer enthält viele für den Körper nützliche Stoffe. Der Scharfstoff Gingerol sorgt nicht nur für ein würziges Aroma, er wirkt auch belebend. Da er den Stoffwechsel anregt, kann Ingwertee Kaffee als morgendlichen Start in den Tag ablösen. Und da ein angeregter Stoffwechsel gut für das Verbrennen von Kalorien ist, gilt Ingwer auch als Fatburner. Ingwertee könnte demnach deine Ernährung bei einer Diät unterstützen. Eine US-amerikanische Studie hat gezeigt, dass übergewichtige Testpersonen ein geringeres Hungergefühl hatten. Ob Ingwer allerdings wirklich beim Abnehmen hilft und schlank macht, wie es oftmals behauptet wird, müssen erst weitere Untersuchungen belegen.

Ingwer hilft zudem bei Beschwerden. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe spielt er seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der Naturheilkunde und der Volksmedizin. Besonders bei Erkältungen und Übelkeit kann er seine Wirkung entfalten. In diesem Artikel erfährst du, bei welchen sieben Beschwerden und Wehwehchen er hilfreich sein kann.

Ingwertee ist eine spitzen Alternative zu anderen Getränken. Wie gesagt kann dich eine Tasse am Morgen super in den Tag starten lassen. Und im Gegensatz zu Kaffee hat Ingwertee keine Säure, die dir auf den Magen schlägt – im Gegenteil: Seine Inhaltsstoffe wirken sogar einem Brummeln im Bauch entgegen. Doch auch kalt ist er eine leckere und gesunde Alternative zu Limonaden oder Saftschorlen. Solltest du ihn pur – also nur mit Ingwer und Wasser – zubereiten, dann nennt man ihn auch Ingwerwasser. Das hat so gut wie keine Kalorien, schmeckt trotzdem lecker und ist ein geeignetes Getränk, um deinen täglichen Bedarf an Flüssigkeit abzudecken – besonders, wenn du gerade Diät machst oder ein Fitnessprogramm absolvierst.

Was solltest du beim Ingwer-Kaufen beachten?

Ingwer gibt es eigentlich in jedem Supermarkt. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Wurzel schon prall und fest ist – eine gewellte Schale ist ein erstes Anzeichen dafür, dass die Knolle da schon etwas länger liegt. Wer seinen Ingwer mit Schale zubereiten will, sollte unbedingt Bio-Produkte kaufen. So viel teurer sind die auch nicht.

Solltest du Ingwer vor der Zubereitung schälen?

Ob man Ingwer schälen soll oder nicht, daran scheiden sich ein wenig die Geister: Die einen sagen, dass in und direkt unter der Schale – wie bei vielen Früchten und Gemüse – die meisten wichtigen Inhaltsstoffe liegen. Die anderen meinen, dass diese Stoffe in der gesamten Wurzel verteilt sind. Vielmehr: Dass die Schale den Ingwertee bitter machen würde. Ich trinke meinen Tee meist mit Schale und finde ihn überhaupt nicht bitter. Das ist wahrscheinlich Geschmackssache – teste es einfach aus!

Argumente fürs Schälen wären: Die ätherischen Öle des Ingwers werden an den geschälten Flächen natürlich stärker ans Wasser abgegeben. Falls du zudem den Ingwer nicht in Scheiben schneiden willst, sondern ihn anders verwertest, dann macht es Sinn ihn zu schälen, weil es sonst lästige Schalen-Fetzen geben kann.

Wie kann ich Ingwer schälen?

  • mit einem Messer
    Vorteil: Die meisten sind geübt darin.
    Nachteil: Oft schält man etwas zu dick und verschwendet damit leckeren Ingwer. Zudem kann man sich natürlich schneiden…
  • mit einem Sparschäler
    Vorteil: Auch mit dem Sparschäler zu arbeiten, kennen die meisten von uns – und der Verschnitt ist nicht so groß.
    Nachteil: Ingwer als Knolle ist meist sehr verzweigt-knubbelig und daher häufig schwerer zu schälen als zum Beispiel Möhren oder Kartoffeln – es kann also schwieriger werden.
  • mit einem Teelöffel
    Vorteil: Ich konnte es erst auch kaum glauben, doch das ist wirklich ein Geheim-Tipp! Die Schale lässt sich super mit einem ganz normalen Teelöffel lösen, den man nun wirklich in jeder Küche findet.
    Nachteil: Da man mit einem Teelöffel sonst eher Kaffee umrührt oder einen Nachtisch isst, kann es am Anfang etwas ungewohnt sein. Aber da hast du ganz schnell den Dreh raus!

Wie sollte ich Ingwer verarbeiten?

Es gibt mehrere Wege, den Ingwer für den Tee aufzubereiten. Manche gehen schneller, andere sind aufwendiger – und manchmal gibt es einen Geheimtipp:

Solltest du Ingwer in Scheiben schneiden, dann achte darauf, dass sie möglichst dünn sind. Je dünner, desto mehr Aroma geben sie ab. Das geht am besten mit einem scharfen Messer.

Natürlich kannst du Ingwer auch hacken. Nimm in diesem Fall eher ein größeres und schwereres Messer, schneide die (geschälte) Knolle zuerst in dickere Scheiben, diese dann nochmal mehrmals quer durch und wippe anschließend kreuz und quer mit dem Messer durch diese Würfel. Du kannst auch eine scharfe Kräuterwippe für den letzten Schritt benutzen.

Soll es noch feiner sein, dann kannst du Ingwer auch reiben. Dafür kannst du eine ganz normale Küchenreibe verwenden. Ist die nicht zur Hand, gibt es auch hier einen Geheimtipp: Lege eine normale Gabel auf das Schneidebrett und drücke sie auf den Tisch, indem du deine Hand auf den Griff legst. In der anderen Hand hältst du das Stück Ingwer und reibst es nun gegen die Zacken der Gabel. So lösen sich ganz einfach kleine Stückchen und Fasern. Doch es gibt sogar spezielle Reiben extra für Ingwer. Sie sind häufig aus Porzellan und eignen sich besonders gut. Außerdem sind sie hübsch anzusehen. Hier gibt es für verschiedene Feinheitsgrade sogar verschiedene Produkte.

Wer es noch feiner haben will, kann Ingwer natürlich auch in Scheiben oder Stücke schneiden und mit einem Stabmixer oder einer Küchenmaschine pürieren.

Ingwertee-Zubereitung – heiß oder kalt?

Zunächst ist es möglich, Ingwer auch in kaltem Wasser ziehen zu lassen. Das ist schonender, dauert aber natürlich auch länger. Am besten lässt man das Ingwerwasser über Nacht stehen. Für diese Zubereitungsart gibt es spezielle Gefäße, die dafür entwickelt wurden, Wasser mit Früchten, Kräutern oder Gewürzen zu aromatisieren. Sie haben eine Extra-Kammer, in die die “Zutat” gegeben wird, damit keine Stücke oder Fasern hinterher im Wasser schwimmen. Sich selbst Wasser mit Aromen zu versehen, ist ein neuer Trend aus den USA. Die Wasser mit Geschmack, die man im Laden kaufen kann, sind zwar sehr beliebt, haben bei Tests aber ziemlich schlecht abgeschnitten. Kalter Ingwertee eignet sich besonders als Erfrischungsgetränk im Sommer oder als Fitnessgetränk beim Sport.

Standardmäßig wird Ingwertee jedoch mit heißem Wasser zubereitet. Auch dabei gibt es zwei Wege: Der Ingwer kann mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Dazu die zerkleinerte Knolle in ein Gewürz-Ei oder einen Teefilter (ähnlich wie ein Kaffeefilter – gibt es in jedem Supermarkt) tun, den Behälter in die Tasse, die Schale oder die Kanne hängen und kochendes Wasser hinzugeben. Es ist auch möglich, das Gewürz-Ei  beziehungsweise den Teefilter in den Topf mit dem kochenden Wasser zu hängen und mitköcheln zu lassen. Der Geschmack soll dann umso intensiver sein.

Wie viel Ingwer, wie lange ziehen lassen: Die Feinheiten der Ingwertee-Zubereitung

Vieles bei der Ingwertee-Zubereitung ist Geschmackssache: Wie viel Ingwer du verwendest und wie lange du ihn ziehen lässt, hängt dabei ganz stark von deinen Vorlieben ab. Bist du eher der sanfte Typ und magst es dezent oder stehst du auf Schärfe und liebst es intensiv? Und natürlich kommt es auch auf die jeweilige Pflanze an, die du beim Kauf im Supermarkt erwischt hast, denn nicht jede Knolle ist gleich aromatisch. Der Tipp lautet hier: Einfach austesten und deine eigene Lieblingszubereitung herausfinden. Für die ersten Schritte kann sicher das klassische Ingwertee Rezept dieser Seite eine Anleitung sein. Wem Ingwer allein auf die Dauer zu eintönig oder zu stark ist, sollte die zahlreichen Variationen an Rezepten testen – zum Beispiel Dafias Ingwer-Zitrone-Tee.

Ingwertee-Zubereitung – der einfache Weg

Wer sich Arbeitsschritte sparen will, kann auch auf einen Schlag relativ viel Ingwer kleinschneiden und dann einfrieren. Das lässt sich dann ganz schnell aus dem Gefrierschrank holen, wenn du dir einen frischen Ingwertee zubereiten willst – und verliert kaum an Nährstoffen.

Ebenfalls ist es möglich, Ingwer zu trocknen und zu Pulver weiterzuverarbeiten. Das hält sich noch länger, ist intensiver im Geschmack und entwickelt durch die Trocknung sogar noch mehr gesunde Inhaltsstoffe.

Wer es noch einfacher mag, der kann sich Ingwerpulver kaufen – es ist in vielen Reformhäusern erhältlich oder kann von zuhause aus im Internet bestellt werden.

Neben Ingwerpulver kannst du auch fertigen Ingwertee kaufen. Es gibt ihn lose und als Beutel sowie in zahlreichen Geschmacksrichtungen – beispielsweise mit Zitrone, Orange, Hibiskus oder Holunderblüten. Zudem kann man sich so aussuchen, welcher Tee die Basis bilden soll – ob schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee, Ayurveda-Tee oder arabischer Tee.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>